Hypochondrie – Angst vor eingebildeten Krankheiten


Hauptmerkmal einer hypochondrischen Störung ist laut ICD10 eine beharrliche Beschäftigung mit der Möglichkeit, an einer oder mehreren schweren körperlichen Erkrankungen zu leiden, manifestiert durch anhaltende körperliche Beschwerden oder ständige Beschäftigung mit den körperlichen Phänomenen.

Hypochondrische Menschen neigen dazu, normale Körperwahrnehmungen und Symptome oft als abnorm und belastend zu interpretieren und die Aufmerksamkeit meist auf nur ein oder zwei Organe des Körpers zu fokussieren.

Betroffene suchen meistens viele verschiedene Ärzte auf in der Hoffnung, eine organische Ursache für ihre Symptome zu finden, sie weigern sich die Zusicherung der Ärzte zu akzeptieren, dass keine ausreichende körperliche Ursache für die Symptome vorliegt, lehnen die Möglichkeit psychischer Ursachen ihres Problems ab und ziehen eine Psychotherapie deswegen nicht in Betracht.

Hypochondrie – was steckt dahinter?

Die Hypochondrie (alt. Griech. hypochondrion obere Bauchhöhle) ist von der ursprünglich in der Antike üblichen Bezeichnung für den Oberbauch als vermeintlichem Ort der Melancholieentstehung abgeleitet.

Laut M. Ermann (2016) gilt heute als umstritten, ob man eine Hypochondrie als eigenständiges Krankheitsbild betrachten kann. Die Übergänge zu den phobischen Angststörungen, Zwangsstörungen und Somatisierungsstörungen sind unscharf.

ICD 10 ordnet die hypochondrischen Störungen den somatoformen Störungen zu, obwohl körperliche Symptome im eigentlichen Sinne nicht vorhanden sind.

Bei der Hypochondrie wird der Körper zum Projektionsfeld für Spannungen und Besorgnis, die aus den unbewussten Konflikten zwischen Selbst- und Fremdbezogenheit, zwischen Nähe und Distanz entstehen.

Die hypochondrischen Klagen bringen diese Konfliktdynamik meistens recht unmittelbar zum Ausdruck: Die Betroffene haben das dringende Bedürfnis, ihre Sorgen mitzuteilen, also im Kontakt zu sein. Sie halten den anderen mit ihren Klagen im Kontakt fest und halten ihn damit zugleich fern.

Hypnosepsychotherapie und Hypochondrie

Hypnosepsychotherapie nach Milton Erickson ist eine tiefenpsychologisch fundierte Methode, die nachweislich erfolgreich bei psychischen Störungen angewandt wird.
In der therapeutischen Arbeit werden die innerseelischen Dynamiken bearbeitet und gleichzeitig die eigenen bis Dato unbewussten Ressourcen aktiviert.

Die hypnotische Trance eignet sich durch ihre bildliche und symbolische Darstellung ganz besonders für diese Arbeit. In der Trance entdecken Betroffene manchmal passende Bilder für Ihre Problemlösung.

Nach D. Revenstorf (2017) ergibt sich für die Arbeit durch die Hypnose eine Öffnung des mentalen Prozesses nach vier Seiten:

  • zur Erinnerung
  • zum Körper
  • zu Bildern, Symbolen, Methaphern
  • und zur Therapeutin.

 

Mag. Paola Moriconi

Psychotherapeutin in 1090 Wien

PRAXIS FÜR HYPNOSEPSYCHOTHERAPIE
UND COACHING

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